ADHS / ADS bei Jugendlichen

Kinder im Teenageralter mit AD(H)S strapazieren sich und ihre Umwelt weniger mit ihrer Hypermotorik, doch haben sie auch weiterhin Konzentrationsdefizite. Sie fallen in der Schule und zu Hause auf durch ihre mangelnde Alltagsorganisation und ineffiziente Arbeitsweise, haben eine schlechte Impulskontrolle und sind häufig emotional labil.

Diese Jugendlichen gehen häufiger frühe sexuelle Beziehungen ein, sind hier auch sehr risikofreudig, verhüten seltener, was zu bis zu 40fach erhöhten Teenager-Schwangerschaften führt. Des weiteren haben sie mehr sexuell übertragbare Krankheiten.

Leider weiß man inzwischen auch, dass der Substanzmissbrauch bei Jugendlichen (16 Jahre) mit einem unbehandeltem AD(H)S bei 75 % im Vergleich zu nur 18 % bei „gesunden“ Jugendlichen beträgt.

In der Pubertät belasten die Jugendlichen mit AD(H)S den Familienfrieden mit ihren Stimmungsschwankungen, sie sind manchmal depressiv und ängstlich, haben dann aber wieder extreme Wutausbrüche und sind aggressiv.